Schadenfreiheitsrabatt und -klasse

Die Begriffe Schadenfreiheitsklasse und Schadenfreiheitsrabatt ließen sich früher weitgehend synonym gebrauchen, weil es eine feste Zuordnung zwischen den beiden Werten gab. Inzwischen müssen diese Begriffe aber genau unterschieden werden, insbesondere dann, wenn auch noch die Basistarife geändert werden.

Die Skala der Schadenfreiheitsklassen ist bei allen Versicherungen gleich und dient als Grundlage für die Bestimmung des Schadenfreiheitsrabatts. Die Zuordnung zwischen Schadenfreiheitsklasse und Schadenfreiheitsrabatt legt aber jede Versicherung selbst fest. Für den Versicherungsvergleich ist daher der Schadenfreiheitsrabatt nicht geeignet. Ein solcher Versicherungsübergreifender Vergleich ist nur über die Schadenfreiheitsklasse sinnvoll.

Was bedeutet der Schadenfreiheitsrabatt

Der Schadenfreiheitsrabatt ist ein Prozentwert, mit dessen Hilfe der tatsächlich zu zahlende Beitrag aus dem sogenannten Basisbeitrag errechnet wird. Bei einem Schadenfreiheitsrabatt von 100 Prozent, ist der tatsächliche Beitrag also exakt gleich hoch, wie der Basisbeitrag. Ist der Schadenfreiheitsrabatt höher, dann zahlt der Versicherte entsprechend mehr. Bei einem Schadenfreiheitsrabatt unter 100 Prozent, weniger als den Basisbeitrag. Ein Schadenfreiheitsrabatt von 50 entspricht also der Hälfte des Basisbeitrags.

Die Höhe des Schadenfreiheitsrabatts sagt alleine nichts

Da sich der Schadenfreiheitsrabatt auf den Basisbetrag bezieht, sagt die Prozentzahl des Rabatts alleine gar nichts aus. Wenn der Basisbeitrag zum Beispiel verdoppelt wird, dann ist ein Vertrag mit einem Schadenfreiheitsrabatt von 75 Prozent teurer, als ein Vertrag mit 100 Prozent und dem ursprünglichen Basisbeitrag, obwohl die 75 Prozent eigentlich einem höheren Schadenfreiheitsrabatt entsprechen.

Wer sich noch weiter in diese Thematik einlesen möchte, dem sei die Webseite www.kfz-versicherungen.net/schadenfreiheitsklassen/schadenfreiheitsrabatt.html empfohlen.