Die Energiewende vertreibt die Industrie aus der BRD

Die Energiewende vertreibt die Industrie aus der BRD NAEB-Mitglied werden und NAEB-Rundbrief per E-Mail empfangen [2]
NAEB 2302 am 22.1.2023

Die Deindustrialisierung in der BRD sei durch Mangel und hohe Kosten für Energie durch die militärische Spezialoperation von Russland in der Ukraine verursacht, behauptet die Bundesregierung. Das ist falsch. Die Energiewende ist die eigentliche Ursache der Deindustrialisierung, die der Bürgerkrieg in der Ukraine seit 2014 nur beschleunigt.

Mit der Energiewende beginnt ein systematisches Auswandern von Industriebetrieben. Die Strompreise steigen kräftig, denn der unplanbare und stark schwankende Windstrom und Sonnenstrom ist im Mittel viermal teurer als regelbarer Kraftwerksstrom. Ein Drittel „grüner“ Strom im Netz hat die Stromkosten verdoppelt.

Steigende Umlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) und Abgaben auf CO2-Emissionen, die jederzeit geändert werden können, verhindern eine berechenbare Energieplanung. Die Versorgungssicherheit leidet unter dem stark schwankenden Windstrom und Solarstrom. Immer häufiger müssen energieintensive Anlagen bei Flauten vom Netz genommen werden. Bei Starkwind und Sonnenschein muss dagegen der überflüssige Strom ins Ausland exportiert werden, oft durch Zuzahlung. Dieser Strom ist zweitklassig, denn er kann kein stabiles Stromnetz aufbauen und auf den Bedarf regeln.

Um das deutlich zu machen, wird er zunehmend als Fakepower (Fake = Täuschung) bezeichnet. Die Bundesregierung und die sie stützenden Parteien täuschen die Bürger mit der Aussage, die BRD könne fast ausschließlich mit diesem „grünen“ Strom versorgt werden.

Mit dem Argument der „Klimarettung“ wird die Energiewende vorangetrieben. Die Ziele bleiben im Nebel. Auf Grund von Modellrechnungen wird behauptet, CO2 aus der Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl erhöhe durch Absorption von Infrarotstrahlung die Erdtemperatur gefährlich. Durch diese vermeintliche Erderwärmung würden die Eiskappen an den Polen abschmelzen und der steigende Meeresspiegel große Gebiete der Landmasse überfluten. Doch es gibt keine experimentell nachprüfbaren Beweise, dass mehr CO2 in der Luft die Erderwärmung verstärkt. Wasserdampf, der viel mehr Infrarotstrahlung absorbiert, wird bei der angeblichen Klimarettung dagegen konsequent ignoriert.

So wandert die Industrie ab
Bereits im Oktober 2017 hat der Stromverbraucherschutz NAEB in einer Pressemitteilung die Abwanderung der Industrie aus der BRD wegen steigender Energiekosten beschrieben: „Man braucht kein großer Wirtschaftsexperte zu sein, um vorauszusagen, wie die Verlagerung der Stahlindustrie in der BRD ablaufen wird. Die Produktion läuft zunächst weiter. Die Instandhaltung der Anlagen wird gestoppt. Es werden nur noch die für die Aufrechterhaltung der Produktion unbedingt notwendigen Reparaturen durchgeführt. Mit den weitgehend abgeschriebenen Anlagen ohne Instandhaltungsaufwand wird noch Geld verdient.

Mit diesem Geld werden im kostengünstigen Ausland neue Werke aufgebaut. Wenn die Reparaturkosten der auf Verschleiß gefahrenen Werke in BRD zu hoch werden, wird die Firma an einen „Investor“ verkauft, der sie in die Insolvenz treibt. In vielen Fällen verlieren dann die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und auch noch zugesagte Werkspensionen. Die Flucht aus dem Energiewendeland BRD läuft seit mehr als 10 Jahren, teils unbemerkt, teils sogar als wichtige Auslandsinvestitionen von der Politik gefeiert.“

Die volkswirtschaftlichen Indikatoren bestätigen diese Sicht. Die Reinvestitionsquote (Investitionen / Abschreibungen) ist mit der Energiewende auf 90 Prozent gesunken. Es werden kaum noch alte Anlagen ersetzt. Die Industrie schrumpft. Arbeitsplätze gehen verloren. Die Kapitalausfuhr aus der BRD stieg auf 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (über 200 Milliarden Euro/Jahr). Die Richtlinien der EU erlauben maximal 4 Prozent. Doch es gab bisher keinen Einspruch.

Mit dem exportierten Geld werden neue Anlagen in Ländern aufgebaut, die eine preiswerte und sichere Energieversorgung bieten. Der Ukraine-Bürgerkrieg seit 2014 beschleunigt die Abwanderung. Viele Betriebe, deren Management an die Energiewende zur Klimarettung glaubte, mussten inzwischen wegen unbezahlbarer Energiekosten schließen. Die Deindustrialisierung läuft immer schneller. Deutsche Firmen weisen ordentliche Gewinne nur von ihren ausländischen Niederlassungen aus.

Massive Beeinflussung durch Ideologen
Es ist unverständlich, dass fast alle maßgeblichen Gruppen immer noch die Aktionen zum Klimaschutz gutheißen oder gar als notwendig ansehen. Hier zeigt sich, wie man Menschen beeinflussen kann, wenn sie in jedem zweiten Halbsatz von den Medien, von den Politikern, in den Schulen, kurz, von allen Seiten aufgefordert werden, das Klima zu schützen.

Hinzu kommt Psychoterror. Wer sich gegen die angesagten Maßnahmen zum Klimaschutz wendet, wird ausgegrenzt. Es gibt sogar Forderungen, ihn als angeblichen „Klimaleugner“ vor Gericht zu stellen. Eine sachliche Bewertung der verschiedenen Erkenntnisse wird abgelehnt. Ideologen kennen die Wahrheit, nur sie allein. Sie brauchen und wollen keine kritische Auseinandersetzung. Wenn man ihnen folgt und erst einmal Mühen auf sich nimmt, kommt man in ein Paradies.

Klimaschutz ist wichtiger als Arbeitsplätze und Wohlstand
So werben Firmen mit „go green“, statt sich dem Wettbewerb zu stellen, und fordern dafür Subventionen vom Staat, also den Steuerzahlern. Den Gewerkschaften ist der Klimaschutz wichtiger als der Arbeitsplatz ihrer Mitglieder. Werden Betriebe wegen unbezahlbarer Energiekosten insolvent, fordern sie statt den Schluss der teuren Energiewende für die Mitglieder, die arbeitslos geworden sind, lediglich eine Abfindung oder Umschulung.

Viele Geldinstitute setzen die politische Forderung um, keine „klimaschädlichen“ Industrien zu finanzieren. Dazu gehören an erster Stelle Firmen, die Kohle, Erdgas und Erdöl fördern und verbrauchen. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock, dem größten Finanzkonzern der Welt (Wikipedia), der sich dem „Klimaschutz“ offiziell widmet. Diese Finanzpolitik führt inzwischen zu einer Verknappung und Verteuerung der unterirdischen Brennstoffe, weil Kapital fehlt, um neue Vorkommen aufzuschließen. Merz hält diese Linie ein. Er hat inzwischen die CDU zur Energiewende für den „Klimaschutz“ verpflichtet. Damit gibt es außer der AfD keine Partei im Bundestag, die die Energiewende und ihre Folgen kritisch bewertet.

Zurück zum freien Markt
Die Energiewende kann nur mit Subventionen und immer mehr staatlichen Regulierungen durchgesetzt werden. Der freie Markt wird so zunehmend außer Kraft gesetzt. Doch das gelingt nur kurzzeitig. Fällt die Förderung von unterirdischen Brennstoffen von Banken weg, kommt es zur Verknappung und Preisanstiegen, bis aus den steigenden Gewinnen die Förderung wieder mit eigenen Mitteln vergrößert werden kann. Geschichte und Erfahrung zeigen, kurzfristig kann der freie Markt behindert werden. Längerfristig setzt er sich immer wieder durch.

Sollen die Abwanderung und das Sterben der Industrie beendet werden, muss ein freier Markt in der Energieversorgung entstehen: Schluss mit der staatlichen Energiewende, welche die Stromkosten verdreifacht hat!

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
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3. Januar 2023 | Erfolgskanal – Community für Finanzen & Wirtschaft
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Kein Strom für E-Auto und Wärmepumpe: Die brisanten Pläne der Bundesnetzagentur
20. Januar 2022 | agrarheute
Die Elektromobilität auf den Straßen der BRD ist stark im Kommen. Gleichzeitig ist es politischer und wissenschaftlicher Konsens, dass zukünftig möglichst viele Hausbesitzer ihre Heizungen auf effiziente Wärmepumpen umstellen. Doch was bedeutet das eigentlich für die Stabilität des Stromnetzes und was plant die Bundesnetzagentur?

 
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Bisher war es klar, dass Verbrenneraus kommt spätestens im Jahre 2035. Aber da gibt es ein kleines Dorf, dass diesen Ideen Widerstand leistet. Also genauer gesagt ein US-Bundesstaat, der im Rahmen einer Resolution genau dies fordert. Und das im Geburtsland des Teslas. Die Frage ist, ist das wirklich ernst gemeint? Lasst uns genau in diesem Video darüber reden.

 

[1] Bildquelle: StockKosh-Industry-902e3bee9f2bd50f
[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm

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Die Energiewende treibt die Kosten weiter in die Höhe

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NAEB 2301 am 8.1.2023

Der wachsende Energiehunger in der Welt hat schon im Jahr 2019 zu einem deutlichen Anstieg der Preise für Kohle, Erdöl und Erdgas geführt. Mit dem Hochfahren der Wirtschaft nach Aufgabe der Corona-Restriktionen ging der Anstieg weiter. Die NATO-Partner setzten die militärische Unterwanderung der Ukraine fort. Die USA trommelten vermehrt für ihr teures LNG, um die preiswerten russischen Energieimporte zu reduzieren.

Mit Beginn der militärischen Spezialoperation der Russischen Föderation in der Ukraine schossen die Energiepreise weiter in die Höhe. Wesentlich dafür war der Stopp der Energieimporte aus Russland durch die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union. Damit sollte Russlands Wirtschaft getroffen werden. Russland hat die Lieferungen von Kohle, Erdöl und Erdgas nie verweigert. Die Darstellungen in den meisten Medien und die Äußerungen von wertewestlichen Politikern unterstellen dies aber.

Teures Erdgas
Die Energiepolitik von EU und BRD hat den größten Gasimporteur, die Firma Uniper, in große Verluste getrieben. Uniper hat langfristige Lieferverträge mit Russland einerseits und mit vielen Stadtwerken und Industriebetrieben andererseits abgeschlossen. Nach dem Stopp von Lieferungen aus Russland hat Uniper zu rund 30-mal höheren Preisen Gas auf dem Weltmarkt gekauft und es zu den geringen Vertragspreisen an die Kunden geliefert. Die daraus entstehenden Verluste gingen zu Lasten von Uniper. Doch mit der Zahlungsunfähigkeit wären auch große Teile der Gasversorgung zusammengebrochen. Daher hat die Bundesregierung die Verluste aus dem Steueraufkommen übernommen. Laut Manager Magazin sind inzwischen 51,5 Milliarden Euro an Uniper geflossen. Weitere Verluste sind zu erwarten.

Die Stützungspolitik der Bundesregierung führt andererseits auch zu hohen Profiten. Gaskraftwerke mit günstigen langfristigen Lieferkonditionen laufen weiter und verdienen prächtig an den gestiegenen Strompreisen. Sie verbrauchen Gas, das in diesem Winter dringend zum Heizen benötigt wird. Auch andere Gas- und Stromabnehmer machen gute Geschäfte. Sie stellen die Produktion ein, weil sie durch den Weiterverkauf ihrer langfristigen Kontingente mehr verdienen.

440 Milliarden Euro für die Energiesicherung
Nach einem Bericht der Nachrichten-Agentur Reuters hat Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) festgestellt: „Der gesamten Volkswirtschaft droht ein gewaltiger Vermögensverlust.“ Dazu erläutert Reuters: „Die zurückgestellten Mittel belaufen sich auf bis zu 440 Milliarden Euro, so die Berechnungen, die erstmals alle deutschen Maßnahmen zur Abwendung der Energieknappheit und zur Sicherung neuer Energiequellen zusammenfassen. Das entspricht etwa 1,5 Milliarden Euro pro Tag seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar. Oder rund 12 % der nationalen Wirtschaftsleistung. Oder rund 5400 Euro pro Person in Deutschland. Sie hätten 20 Kernreaktoren kaufen und die Hälfte ihrer Stromversorgung auf Jahrzehnte hinaus sichern können.“

Nach einer NAEB-eigenen Überschlagsrechnung entfallen von den 440 Milliarden Euro 120 Milliarden auf die Energiewende, 100 Milliarden auf die CO2-Bepreisung (CO2-Zertifikate und CO2-Abgabe auf Brenn- und Treibstoffe) und 220 Milliarden auf Entlastungen für hohe Energiekosten. Die EU will auf diesem Weg nachziehen. Geplant sind Abgaben von 45 Euro/Tonne CO2-Emissionen und ein Entlastungsfonds von 86 Milliarden Euro. Weiter soll Einfuhrzoll auf Waren von Ländern ohne CO2-Abgaben erhoben werden.

Nach diesen Zahlen müsste sofort die Energiewende einschließlich der CO2-Bepreisung beendet werden. Dann fielen die Energiepreise um 220 Milliarden oder um mehr als 2500 Euro pro Einwohner. Entlastungszahlungen wären überflüssig.

Fakepower ist keine Lösung
Doch die politische Forderung, die von den mit dem Rundfunkbeitrag finanzierten öffentlich-rechtlichen Sendern und vielen anderen Medien unterstützt wird, heißt: Ausbau der teuren Wind- und Solaranlagen, die keine planbare und keine regelbare Leistung liefern. Dieser Strom ist zweitklassig. Er kann kein stabiles Stromnetz aufbauen, sondern nur einen Teil des Kraftwerkstroms in einem stabilen Netz ersetzen. Er wird daher zu Recht als Fakepower (Fake = Täuschung) bezeichnet, denn dieser Strom soll die BRD nach den Wünschen der meisten Politiker voll versorgen. Das ist unmöglich. Der Wert von Fakepower liegt weit unter den Erzeugungskosten. Der Stromversorgungsschutz NAEB hat errechnet, das jede Kilowattstunde Fakepower zu einem volkswirtschaftlichen Verlust von 25 Cent führt.

Die Verluste von Fakepower von der Erzeugung bis zum Verbraucher sind hoch. Eine Speicherung der Stromenergie als Wasserstoff und eine Wiederverstromung in Gaskraftwerken erzeugt mindestens 75 % Energieverluste. Auch die Speicherung in Pumpspeicherwerken und Batterien führt zu nennenswerten Energieverlusten von 10 bis 40 %. Der Windstrom, der von der Küste nach Süddeutschland fließt, verliert mindestens 10 %. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass mit fortschreitendem Ausbau der Wind- und Solarstromanlagen die Verluste prozentual immer größer werden. Schon heute muss bei Starkwind und Sonnenschein überflüssiger Strom kostenpflichtig ins benachbarte Ausland geleitet werden (negative Strompreise) oder die Anlagen müssen abgeschaltet werden. Beides sind Stromverluste.

Die BRD muss Energie importieren
Was muss für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung getan werden? Eine Energieversorgung ausschließlich mit Sonne, Wind, Biomasse und Wasser ist in der dicht besiedelten BRD unmöglich. Die Flächen sind zu klein, die nachwachsende Biomasse und die Regenmengen zu gering.

Die BRD ist ein Energie-Importland. Es sollte wieder die gespeicherte Energie aus früheren Zeiten genutzt werden, also die unterirdischen Brennstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas. Die Förderung im eigenen Land bringt mehr Sicherheit und Preisstabilität. Daher muss die Braunkohle weiterhin genutzt und die Förderung von Gas und Öl durch Fracking aufgenommen werden. Auch sollte überprüft werden, ob die BRD-Steinkohle wieder wirtschaftlich ist.

Energie optimal nutzen
Wichtig ist die wirtschaftliche Verwendung der Energieträger. Moderne Gas- und Ölheizungen haben nur geringe Verluste. Hier gibt es kaum Verbesserungen. Wärmeisolierungen an Gebäuden rechnen sich nur selten. Günstig ist es bereits, wenn die Heizkostenersparnis 20 % der Isolierungskosten erreicht. Der Energieaufwand für die Isolierung ist oft größer als die Einsparung beim Heizen. Der Dieselmotor ist der Antrieb mit dem besten Wirkungsgrad. Statt ihn zu verdammen, sollte er weiter entwickelt werden. Elektroautos verbrauchen in ihrer Gesamtbilanz mehr Energie als ein Dieselfahrzeug. Sie sind und bleiben wegen der hohen Batteriekosten und der langen Ladezeiten unwirtschaftlich. Das ist bedauerlich, denn der Elektromotor ist der optimale Antrieb.

Die Kohle- und Gaskraftwerke haben einen Wirkungsgrad von etwa 40 %. Mit neuen Werkstoffen werden Wirkungsgrade von 46 % erreicht. Das Onyx-Kraftwerk Wilhelmshaven ist dafür ein Beispiel. Dieses Kraftwerk erzeugt mit der gleichen Brennstoffmenge 15 % mehr Strom als der Durchschnitt der deutschen Kraftwerke. An der optimalen Nutzung der Brennstoffe zur Stromerzeugung sollte weiter gearbeitet werden. Unsinnig ist dagegen die Abscheidung von CO2 aus dem Rauchgas und Einlagerung in tiefe Erdschichten. Der Wirkungsgrad der Kraftwerke wird vermindert statt verbessert. Das Verpressen des Gases in die Erde erfordert weitere Energie. Gasausbrüche können viele Lebewesen ersticken, weil CO2 sich wegen seiner hohen Dichte zunächst am Boden ausbreitet und nur langsam in der Luft verdünnt wird. Die Wirkungen von CO2 müssen sachlich bewertet werden. Dazu gehört die Ermittlung des optimalen CO2-Gehaltes in der Luft für das Pflanzenwachstum.

Auch bei der Nutzung elektrischer Energie werden wesentliche Fortschritte erzielt. Im Mittel steigt der Wirkungsgrad neuer elektrischer Geräte um ein Prozent im Jahr. Spektakulär sind die Steigerungen bei den Leuchtmitteln. Die Glühfadenlampen wandeln nur 5 % der Energie in Licht um. Leuchtstoffröhren erreichen 20 bis 25 %. LED-Lampen kommen auf 40 %. Auch das Kochen mit Infrarot führt zu einer deutlich besseren Energienutzung.

Was ist zu tun?
Die Zukunft der Energieversorgung wären Kernkraftwerke. Sie wandeln keine Energie um, sondern erzeugen neue Energie aus Masse nach der Gleichung: Energie = Masse x Lichtgeschwindigkeit². Danach reichen 160 kg zur Deckung des gesamten jährlichen Energiebedarfs in der BRD. Es ist katastrophal, diese Chance ungenutzt zu lassen. Forschungen dazu sind in der BRD tabu. Weltweit werden kaum noch Kernkraftwerke gebaut und alte werden durch Steinkohlekraftwerke ersetzt.

Für die Gegenwart führt kein Weg an den unterirdischen Brennstoffen vorbei. Die Kohlekraftwerke müssen weiterlaufen. Die Volksrepublik China hat das erkannt und verfeuert inzwischen mehr Kohle pro Einwohner als die ideologisch regierte BRD. Die Ampel-Regierung geht mit ihrer ideologischen Forderung, Wind-, Solar- und Biogasanlagen auszubauen, einen gefährlichen Weg zurück ins Mittelalter mit dem Verlust der Industrie und des Wohlstandes. Wann stehen die Wähler gegen diesen Unsinn auf?

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
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[1] Bildquelle: StockKosh-Government-Images-2
[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm

https://www.politico.eu/newsletter/brussels-playbook/top-leaders-on-2023-croatias-twin-wins-lulas-amazon-dream-team/

Das Merit-Order-Prinzip: So funktioniert die Strombörse | Die Anstalt
16. Oktober 2022 | ZDF – Satire
Max Uthoff erklärt, wie die Börse den Strompreis in die Höhe treibt.
Max Uthoff ist wegen den hohen Strompreisen außer sich. Er sieht es nicht ein, seine Stromrechnung zu bezahlen, wenn die Börse die Strompreise weiter in die Höhe treibt. Max Uthoff erklärt seinen Gästen Abdelkarim und Sonja Kling wie die Strompreise zustande kommen. Denn um den Strombedarf zu decken, müssen die Energieversorger jeden Tag Strom an der Börse dazukaufen. Aktuell von den günstigen erneuerbaren Energien bis hin zum teuren Gas. Diese Reihenfolge wird als Merit-Order bezeichnet. Jeder Stromerzeuger erhält allerdings denselben Strompreis für seinen Strom. Dieser orientiert sich immer am teuersten Erzeugnis, aktuell also am Gas. So kommt es, dass auch günstiger Strom sehr teuer werden kann. Max Uthoff kann diesen Zustand um die Strompreise und den Profit, die manche Stromerzeuger daraus ziehen, einfach nicht akzeptieren.
Aufzeichnung vom 04.10.2022

 
Darum ist die Energiewende gescheitert (der wahre Grund!)
15. September 2022 | Vermietertagebuch – Alexander Raue
Die Energiewende ist gescheitert und aktuell verschlimmern das die Grünen sogar noch! In diesem Video zeige ich dir den wahren Grund für das Scheitern der Energiewende und welche Alternativen wir jetzt dringend nutzen müssen.

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Energiewende ohne Beachtung der Grunddaten der Energieversorgung

Energiewende ohne Beachtung der Grunddaten der Energieversorgung NAEB-Mitglied werden und NAEB-Rundbrief per E-Mail empfangen [2]

NAEB 2225 am 18.12.2022

Viele Angaben in den Leitmedien zur Energieversorgung sind physikalisch und wirtschaftlich ungenau. Sie führen zu falschen Schlussfolgerungen. Hier sollen die Grundlagen der Energie definiert werden. So können fehlerhafte oder gar falsche Darstellungen vermieden werden.

Energie und Leistung
Energie und Leistung werden oft gleichgesetzt oder gar verwechselt. Dann kommt es schnell zu falschen Schlussfolgerungen. Leistung ist ein Energieangebot, zum Beispiel ein Automotor. Erst wenn er eingeschaltet wird, liefert er Energie zum Fahren. Hat er eine hohe Leistung, dann liefert er pro Sekunde viel Energie und beschleunigt das Auto stärker. Leistung ist Energie/Sekunde. Die physikalische Einheit ist Kraft x Weg /Sekunde (1 Nm/s). Ein Newton (N) ist die Gewichtskraft von rund 0,1 kg. Die mechanische Leistung 1 Nm/s ist gleich der elektrischen Leistung 1Watt (W).

NAEB-2225-1-Energiewandler [3]

Die BRD hat einen Leistungsbedarf zwischen 40 und 85 GW, aktuell liegt in diesen kalten Tagen um den 18. Dezember 2022 herum, wo früher eine Leistung von 85 GW abgefordert wurde, die Anforderung knapp über 50 GW. Ursache ist wohl der wirtschaftliche Zusammenbruch.

Die unplanbare Leistung der Wind- und Solaranlagen schwankt zwischen 0 % und 70 %. Die mittlere Jahresleistung der Windanlagen liegt bei 20 % der installierten Leistung. Die Solaranlagen erreichen nur 10 %. Es ist falsch, die installierten Leistungen von den wetterabhängigen Wind- und Solaranlagen (Fakepower) mit den Leistungen der plan- und regelbaren Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke gleichzusetzen, weil sie keine bedarfsgerechte Leistung liefern können.

Hinzu kommt, dass ihre mittlere Leistung deutlich geringer ist. Bei nächtlicher Windstille (Dunkelflaute) müssen die Kraftwerke die gesamte Leistung bringen. Fakepower, also Wind- und Solarstrom, kann kein einziges Kraftwerk ersetzen. Insofern muss also ein redundanter Kraftwerkspark mit hohen Fixkosten vorgehalten werden, die umso länger ungenutzt sind, je mehr Fakepower-Anlagen installiert sind.

Energie kann nur umgewandelt werden
Ein Grundgesetz der Physik ist: Die Summe der Energien ist konstant. Energie kann nur in andere Energieformen umgewandelt werden wie beispielsweise: Wärme in Strom (Kraftwerk) oder Strom in Arbeit (Elektromotor). Die Umwandlung ist nie vollständig. Von der eingesetzten Energie wird ein Teil als Wärme oder Strahlung an die Umgebung abgegeben. Die umgewandelte Energie geteilt durch die Ausgangsenergie ist der Wirkungsgrad. Er wird meistens in Prozent angegeben und ist ein Maß für die Umwandlungsverluste.

NAEB-2225-2-Wirkungsgrade [4]

Zusätzliche Energie wird nur durch Atomzerfall oder Fusion erzeugt. Hier wird Masse in Energie umgewandelt. Albert Einstein hat dafür die Formel gefunden:

Energie = Masse x Lichtgeschwindigkeit² (E = m . c²).

Aus einem Kilogramm Masse werden 25 Milliarden kWh Energie, genug für den Jahresbetrieb eines Kernkraftwerkes. Von den Brennstäben in Kernkraftwerken wird nur eine winzige Masse umgewandelt. Ihr Energieinhalt liegt bei 1 Million kWh/kg. Mit dieser Energiemenge können 5 Autos jeweils 300.000 km fahren.

Energietransport
Energie muss bedarfsgerecht zum Verbraucher gebracht werden. Elektrische Energie kann einfach durch dünne Kabel geleitet werden, wenn der Verbraucher stationär ist. Mobile Verbraucher, also Autos, Schiffe, Flugzeuge usw. müssen ihre Betriebsenergie mitführen. Sie brauchen leichte Energieträger mit geringem Volumen und hoher Energiedichte. Diese Forderung ist schwer zu erfüllen, wie die nachstehende Tabelle zeigt.

NAEB-2225-3-Energietraeger [5]

Die unterirdischen Brennstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas erfüllen die Anforderungen am besten. Erdgas mit seinem großen Volumen schafft jedoch einige Probleme. Es muss verdichtet in Druckbehältern gelagert und mitgeführt werden. Als Autoantrieb hat es ein Nischendasein.

Brennstäbe wären die optimalen Energieträger für mobile Anwendungen, wenn es gelingt, kleine Mengen davon direkt in Strom umzuwandeln. Forschungen in diese Richtung sind aber politisch unerwünscht. Die Kernforschungsanlagen in Jülich und Karlsruhe wurden weitgehend stillgelegt. Lehrstühle für Kernphysik blieben leer, wenn der Stelleninhaber ausschied. Heute hat die BRD kaum noch Fachleute für Kernphysik, dafür aber mehr als 100 Gender-Lehrstühle.

Batterien sind für eine mobile Stromversorgung ungünstig. Ihre Energiedichte ist gering, sie sind schwer, teuer, brauchen lange Ladezeiten und verlieren mit jeder Aufladung Speicherkapazität. Smartphone-Besitzer kennen dies. Deutlich wird es bei Elektroautos. Schnellladestationen liefern 100 kW. In 1,2 Stunden hat die 400 kg schwere Batterie 120 kWh „getankt“ (0,59 Euro/kWh) und kann damit 400 Kilometer fahren. Mit 30 Liter Treibstoff (1,70 Euro/Liter), die in einer Minute getankt werden, legt ein „Verbrenner“ die gleiche Strecke zurück. Die Tankleistung ist 70-mal höher, also 7.000 KW. Und der Treibstoff ist preiswerter!

NAEB-2225-4-Kosten [6]

Nach diesen Grunddaten mag jeder selbst entscheiden, ob solche Aussagen fundiert sind, die immer wieder von Politikern und Medien wiederholt werden:
1. Windkraftanlagen oder Solarzellen können eine definierte Zahl von Haushalten versorgen.
2. Wind- und Solarstrom sind kostengünstiger als Kraftwerkstrom.
3. Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 1.000 Megawatt ersetzen ein Kernkraftwerk oder ein großes Kohlekraftwerk.
4. Die BRD soll klimaneutral werden, also ohne Strom aus konventionellen Kraftwerken.
5. Strom aus Wind und Sonne ist gleichwertig mit konventionellem Strom.
6. Atomstrom verstopft die Leitungen für „grünen“ Strom.
7. Mit Stromspeichern ist eine Vollversorgung der BRD mit „grünen“ Strom möglich und preiswerter.

Richtig ist:
1. Mit Wind- und Solarstrom kann kein einziger Haushalt bei Dunkelflaute versorgt werden.
2. Am kostengünstigsten ist Kraftwerkstrom. Erst die politisch durchgesetzten Emissionskosten für CO2 verteuern den Kraftwerkstrom über die Gestehungskosten für „grünen“ Strom. Dennoch ist der Kraftwerkstrom wertvoller, weil er Leistungen bedarfsgerecht liefert.
3. Windstromanlagen können kein Kraftwerk ersetzen, weil sie keine bedarfsgerechte Leistung liefern. Ihre mittlere Jahresleistung beträgt 20 % der installierten Leistung. Bei bedarfsgerechter Leistung müssten anstelle eines Großkraftwerkes 5.000 Megawatt Windstromanlagen errichtet werden. Das sind 1.700 Generatoren mit 3 MW installierten Leistung.
4. Das ist unmöglich, da dann keine bedarfsgerechte Leistung verfügbar ist. Darüber hinaus reicht die verfügbare „grüne“ Energie keineswegs zur Vollversorgung der BRD aus. Energie muss importiert werden.
5. Der Wert von Fakepower (Strom aus Sonne und Wind) ist negativ. Der volkswirtschaftliche Schaden jeder erzeugten Fakepower kWh liegt bei 23 Cent. Handelt es sich nur um eine Ersatzleistung – die kWh konnte nur fiktiv eingespeist werden und wird trotzdem bezahlt – ist der Schaden kleiner.
6. Wer dies behauptet, zeigt seine Unkenntnis über Grundlagen der Elektrizität.
7. Stromspeicher der notwendigen Größe können in der BRD wegen Platzmangel weder gebaut noch finanziert werden.

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[1] Bildquelle: StockKosh-Strategy-5
[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm
[3] https://www.dzg.one/sites/default/files/inline-images/NAEB-2225-1-Energiewandler.jpg
[4] https://www.dzg.one/sites/default/files/inline-images/NAEB-2225-2-Wirkungsgrade.jpg
[5] https://www.dzg.one/sites/default/files/inline-images/NAEB-2225-3-Energietraeger.jpg
[6] https://www.dzg.one/sites/default/files/inline-images/NAEB-2225-4-Kosten.jpg

Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Energiekrise und Inflation gefordert
4. Oktober 2022 | Deutscher Bundestag
Der Bundestag hat am Freitag, 23. September 2022, zwei von der AfD-Fraktion vorgelegte Anträge mit den Titeln „Bürgern helfen statt Luftschlösser bauen – Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Energiekrise und Inflation“ und „Schutzschirm für Menschen mit Behinderung und soziale Einrichtungen in der Energiekrise spannen“ erstmals beraten. Im Anschluss an die Debatte wurden die Vorlagen an den federführenden Ausschuss für Arbeit und Soziales überwiesen.
https://www.youtube.com/watch?v=H-HTjCeS4cM
 
Übertragung von Elektrischer Energie – Wo kommt unser Strom her?
20. September 2016 | Physik – Simpleclub

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Forcierung des Energiekolonialismus durch die Ampelregierung

Forcierung des Energiekolonialismus durch die Ampelregierung NAEB-Mitglied werden und NAEB-Rundbrief per E-Mail empfangen [2]

NAEB 2224 am 27. November 2022

Die BRD hat nur geringe eigene Primär-Energieressourcen. Statt diese im derzeitigen Energieengpass zu nutzen, wird die Abhängigkeit vom Ausland politisch verstärkt. Die Bundesregierung will per Fracking gewonnenes Gas importieren, statt in der BRD Gas zu fördern, obwohl dies mit modernen Gasgewinnungsmethoden möglich ist. Sie will Atomstrom aus anderen Ländern beziehen, aber die eigenen Kernkraftwerke außer Betrieb setzen. Das sind nur zwei Beispiele für die Widersprüchlichkeit und letztlich die Engpässe verschärfende ideologisch vorangetriebene Haltung der Ampelregierung.

Dunkelflaute und Netzstabilität
Prinzipiell wäre zwar die Nutzung von Fakepower, d.h. Strom aus Sonnenstrahlung, Wind und Biogasverbrennung eine mögliche Form der heimischen Primärenergienutzung, um energieautark zu werden, aber leider versagt dieser Weg, weil nachts keine Sonne scheint, der Wind selten passt und Strom großtechnisch unspeicherbar ist.

Dies haben in der Zwischenzeit auch Laien erkannt und daher haben sich Politiker und Lobbyisten das Gas als Hilfslösung ausgedacht. Wegen der Nordstream-Problematik scheitert auch diese Lösung. Der Aufbau einer wesentlich teureren LNG-Versorgung wird kaum die erforderlichen Mengen bringen. Die früheren russischen Lieferungen waren die Grundvoraussetzung für eine wettbewerbsfähige Erzeugung von Strom, Wärme und chemischen Grundstoffen.

Import von Atomstrom, Kohlestrom und Holz
Zu allem Ungemach kommt noch hinzu, dass es zu wenig Biomasse-Brennstoffe aus heimischem Frischholz und Altholz als Ersatz für die kohlebasierte Fernwärmenetzversorgung gibt, weil immer mehr Stadtwerke das Fernwärmenetz ausbauen und dabei auf die Verbrennung von Holz setzen. Dass die BRD bereits als Biomasseimporteur von ausländischen Lieferungen abhängig ist, um die bestehenden Anlagen auslasten zu können, wird verschwiegen.

Wie soll die Bevölkerung mit Heizwärme versorgt werden, wenn die thermischen Anlagen abgeschaltet werden, weil es einerseits keinen Brennstoff mehr gibt und andererseits aus ideologischen Gründen moderne Kohlekraftwerke außer Betrieb gesetzt werden? Für stromintensive Wärmepumpen wird die elektrische Versorgung aufgrund der Energiewendepolitik ebenfalls versagen.

Fantasievolle Irrwege zwecks Deindustrialisierung
Wirtschaftsfördernde und damit arbeitsplatzerhaltende Industriezweige werden der CO2-Hysterie geopfert. Heimische Energieträger wie Kohle und Gas, die nach umweltfreundlichsten Standards preiswert und zuverlässig Strom und Wärme erzeugen, werden verteufelt. Stattdessen glaubt man mit „grünem“ Wasserstoff, der per Hydrolyse aus Fakepower erzeugt wird, alle Probleme lösen zu können, obwohl heute schon bekannt ist, dass dieser aufgrund des zu erwartenden Strommangels importiert werden muss.

Die politischen Entscheidungsträger ignorieren diese Zusammenhänge und folgen den Ratschlägen von Lobbyisten. Dabei wird der hohe Standard, der in der BRD in den vergangenen 40 Jahren erarbeitet wurde, neuen unausgegorenen Ideen geopfert. Vermeintliche Lösungsansätze treiben die Preise für Strom und Wärme in utopische Höhen und die Industrieproduktion wird nach unten gedrückt.

Man glaubt, die Dekarbonisierung mit einer Dienstleistungsgesellschaft ohne wirkliche Wertschöpfung vorantreiben zu können, und ignoriert, dass damit lediglich eine Deindustrialisierung des Landes erfolgt.

Umverteilung und Planwirtschaft
Weil sich nach mehr als 20 Jahren und aufgrund der aktuellen Ereignisse immer stärker zeigt, dass die ideologisch getriebene Energiewende versagt, verfolgt die Ampelkoalition in ihrer Verzweiflung und verklärten Weltklimarettungsabsicht nun die zuvor genannten Wege. Wer außerstande ist, seine Rechnungen für Strom und Gas zu bezahlen, soll staatliche Unterstützung erhalten und Firmen, die zu teuer produzieren, sollen subventioniert werden. Das sind Maßnahmen, die jede Marktwirtschaft ad absurdum führen und letztendlich in einer Zweiklassengesellschaft enden – der frühere Sozialismus lässt grüßen. Anstatt der nachwachsenden Generation eine im weltweiten Vergleich saubere Umwelt und funktionierende Wirtschaft zu hinterlassen, werden die Nachkommen mit den Schulden der fehlgeleiteten Energiepolitik und Wirtschaftspolitik bis an die Grenzen ihrer Existenz zu kämpfen haben.

Dies alles wurde und wird derzeit noch möglich, weil die Menschen einfachen ideologischen Halbwahrheiten hinterherlaufen und daran glauben, dass man aus der BRD heraus die Welt retten könne. Dieser Glaube steht auf tönernen Füßen, denn sobald die Wirtschaft zu schwächeln beginnt und Subventionsleistungen gestrichen werden müssen, wird es ein dramatisches Erwachen geben. Man wird erkennen, dass der Energiewendekolonialismus keinen Wohlstand, sondern flächendeckende Armut bedeutet.

Informieren Sie sich auf www.NAEB.de über Fakten und Auswirkungen zur Energiewende und setzen Sie sich dafür ein, dass die fehlgeleitete Energiewende in der BRD gestoppt wird.

Stromverbraucherschutz NAEB e.V.
Tino Martin Marling
NAEB, Kraftwerks-Experte
www.NAEB.de und www.NAEB.tv

[1] Bildquelle: StockKosh-electric-37
[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm

Wärmepumpen-Propaganda im efahrer vom Fraunhofer-Institut: Wie Physiker die Physik verraten!
24. Juli 2022 | Der Ingenieurs-Kanal

 
Nur noch AfD! Die Abrechnung mit der gescheiteren Energiewende
7. Dezember 2022 | Karsten Hilse

Die Grünen wollen nicht, dass du das über die Energiewende weißt!
26. Juli 2022 | Ulrike Schielke-Ziesing, MdB
Annalena Baerbock hat verkündet: Wenn wir kein Gas mehr bekommen, dann gibt es Volksaufstände. Dabei war sie (& ihre Komplizen) es, die uns in diese Sackgasse manövriert hat! Noch im Februar hat man das Abschalten von Gas von unserer Seite regelrecht gefordert.

Weil: es wäre die richtige Sanktion Richtung Kreml. Nun drehen sich die Sanktionen immer mehr gegen uns selbst. Und die Lösung? Wie immer bei den Grünen- „Erneuerbare, Erneuerbare, Erneuerbare“. Die völlig verfehlte Energiepolitik der Energiewende, die uns in diese Lage gebracht hat, soll jetzt helfen.

Aber nehmen wir doch mal an, Frau Baerbock & die Grünen würden sich mit ihren Forderungen tatsächlich komplett durchsetzen. Deutschland würde die Kohle-, Gas- & Atomenergie durch Wind & Sonne (und Regenbogen) ersetzen.

Was würde passieren? Könnte das überhaupt laufen? Was wären die Konsequenzen? Dieses Gedankenszenario sowie einige interessante Fakten über die Energieversorgung Deutschlands könnt ihr euch in diesem Video ansehen.

Weiterlesen: Wie die BRD bei der Energiepolitik völlig den Kompass verloren hat
https://ulrike-schielke-ziesing.de/wie-deutschland-bei-der-energiepolitik-vollig-den-kompass-verloren-hat/

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Energiewende beenden statt „Doppel-Wumms“ ankündigen!

Energiewende beenden statt NAEB-Mitglied werden und NAEB-Rundbrief per E-Mail empfangen [2]

NAEB 2223 am 6. November 2022

Niemand braucht einen Doppel-Wumms, der nur kurze Zeit wirkt, aber die Inflation weiter anheizt. Hilfreich ist allein, die vermeintliche Energiewende zu beenden, durch die der Strompreis in zwanzig Jahren verdoppelt wurde.

Es ist erstaunlich und befremdlich: Bundesregierung, die Ministerpräsidenten der Länder, fast alle politischen Parteien und die Leitmedien streiten sich um die richtige Entlastung von den derzeitigen hohen Energiepreisen. Mit 200 Milliarden Euro (2400 Euro/Einwohner), die die Steuerbürger später zahlen müssen, soll der Energiemangel verwaltet und in „gerechte“ Bahnen gelenkt werden. Aber zusätzliches Geld beendet keinen Energiemangel, beschleunigt stattdessen jedoch die Inflation.

Nur ein größeres Energieangebot kann die Lösung sein. Mit dem weiteren Ausbau von Wind- und Solarstromanlagen soll das erreicht werden. Der FDP-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Christian Lindner hat diesen unzuverlässigen Strom, der je nach Wetterlage zwischen null und 70 Prozent der installierten Leistung schwankt und ein stabiles Stromnetz weder herstellen noch sichern kann, schwärmerisch, aber abwegig sogar „Freiheitsenergie“ genannt. Zutreffend dagegen ist die Bezeichnung Fakepower, weil Bundesregierung und die meisten politischen Parteien behaupten, man könne mit diesem Strom die BRD zu bezahlbaren Kosten vollständig versorgen. Das ist falsch.

Der Bau von Wind- und Solarstromanlagen kostet viel Energie
In 2022 sollen Fakepower-Anlagen mit rund 1.000 Megawatt installierter Leistung neu gebaut werden. Das ist bei dem herrschenden Energiemangel unverständlich, denn diese Anlagen kosten mehr als eine Milliarde Euro und brauchen zum Bau etwa 2 Milliarden Kilowattstunden Primärenergie, vorwiegend unterirdische Brennstoffe. Das sind 210.000 Tonnen Kohle, 190.000 Tonnen Erdöl oder 200 Millionen Kubikmeter Erdgas. Diese Energie reicht ein Jahr lang zum Heizen von 100.000 Wohnungen. Der Bau weiterer Anlagen sollte sofort eingestellt werden.

Fakepower kostet 50 Milliarden Euro jährlich
Die bisherigen Fakten zeigen, dass ein Drittel Fakepower-Einspeisung die Stromkosten verdoppelt hat. Das heißt, Fakepower ist viermal teurer als Kraftwerkstrom. Zu den hohen Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) kommen steigende Frequenz-Regelkosten der Kraftwerke, Ausbau des Stromnetzes, weitere EEG-Abgaben und die Subventionierung von Forschungseinrichten hinzu.

Eine weitere Verteuerung geschieht durch die CO2-Bepreisung. Für die behauptete, aber unbeweisbare Klimarettung werden CO2-Emissionen aus Kohle, Erdöl und Erdgas besteuert. Kraftwerke müssen für ihren CO2-Ausstoß Emissionszertifikate kaufen, die die Stromproduktionskosten inzwischen verdreifacht haben.

Auch auf Heiz- und Treibstoffe wird eine CO2-Steuer erhoben, die jährlich erhöht wird. Sie verteuert einen Liter Treibstoff oder einen Kubikmeter Heizgas inzwischen um rund 10 Cent. Im nächsten Jahr kommen weitere zwei Cent hinzu. Diese BRD-Abgaben summieren sich auf 50 Milliarden Euro/Jahr.

Wenn die Bundesverwaltung mit ihrer Politik auf diese Abgaben verzichtet, fallen die Energiekosten deutlich und dauerhaft. Doch die Ampelregierung müsste dazu ihre ideologische Mauer einreißen. Stattdessen macht sie bisher lieber Schulden, mit denen möglicherweise auch die Energiewende noch weiter getrieben werden soll. Das endet für die BRD in einer wirtschaftlichen Katastrophe.

Kohle, Erdgas und Erdöl sind unverzichtbar
Die BRD muss sicher mit Energie versorgt werden. Dazu bedarf es Kohle, Erdgas und Erdöl sowie Kernbrennstoffe. Mit Wind-, Solar-, Wasser- und Biogaskraftwerken ist dieses Ziel unerreichbar, weil bei der hohen Bevölkerungsdichte der Energiebedarf so unmöglich gedeckt werden kann. Die BRD muss Energie importieren oder die eigenen Kohle-, Erdöl- und Gaslagerstätten wieder stärker ausbeuten.

Im Energiekonzern Winterhall-DEA gibt es Fachleute, um Gas und Öl im eigenen Land fördern zu können. Die Steinkohleförderung wieder aufzunehmen, könnte bei den derzeit hohen Kohlepreisen wieder wirtschaftlich sein. In jedem Fall führt eine heimische Förderung zu geringerer Abhängigkeit vom Ausland.

Der kommende Winter wird zeigen, ob die Maßnahmen der Bundesregierung die Bürger zumindest kurzfristig finanziell entlasten. Längerfristig und grundsätzlich ist diese Energiepolitik zum Scheitern verurteilt.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
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[1] Rheinisches Braunkohlerevier – Von Thomas Römer/OpenStreetMap data, CC BY-SA 2.0, Link
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11539190

[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm

Stephan Brandner teilt knallhart gegen die Klima-Terroristen und ihre Unterstützer aus! AfD-Fraktion
10. November 2022 | AfD-Fraktion Bundestag

Grüne toben, als Thomas Ehrhorn zum Rundumschlag gegen Habeck und Co. ausholt! – AfD-Fraktion
11. November 2022 | AfD-Fraktion Bundestag

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E.ON-Ausgründung Uniper: Energiewende-Durchsetzungsinstrument?

E.ON-Ausgründung Uniper: Energiewende-Durchsetzungsinstrument? NAEB-Mitglied werden und NAEB-Rundbrief per E-Mail empfangen [2]

NAEB 2221 am 9. Oktober 2022

Soll der Energiekonzern Uniper die Energiewende beschleunigen? Vieles spricht dafür.

Wer ist Uniper?
Als sich ab Mitte der letzten Dekade abzeichnete, dass die BRD-Politik der Kohleverstromung den Garaus machen wollte, brach bei E.ON und auch RWE, die schon vorher angefangen hatten, ihre Kraftwerksaktivität durch Austausch zu konsolidieren, Panik aus. Man entschied sich schnellstmöglich, sich der Kohleverstromung – RWE Braunkohle ausgenommen – durch Ausgründung einer Kraftwerksgesellschaft zu entledigen und voll auf Fakepower zu setzen.

Da schon derzeit bei der zunehmenden Diskreditierung des Kohlestromes eine Aktiengesellschaft mit großem Streubesitz gescheitert war, behielt E.ON bei der Dekonsolidierung 2016 ein großes Aktien-Paket mit der Absicht, dieses schnellstmöglich an einen potenten Groß-Aktionär zu verkaufen. Vermutlich war schon zu der Zeit das finnische Energie-Unternehmen Fortum als zukünftiger Besitzer des E.ON-Anteils von Uniper an den Planungen beteiligt. So gerieten große Anteile des E.ON-Gasgeschäftes unter die Kontrolle von Uniper SE, wobei die Nordstream 2-Aktivität vermutlich der Lockvogel war, auf den Fortum „hereingefallen“ ist.

Weniger negativ als Nordstream war der Handel im Kohlekraftwerksbereich UK, wo E.ON traditionell auch stark war, wodurch UNIPER heute bereits im Fakepower-Bereich Wind mit erheblicher Kapazität vertreten ist. Nach der Übernahme begann dann 2019 mit der Energieverknappung im Gassektor eine massive Ausweitung der Mengen und Werte im Gashandelsgeschäft durch Übernahme von Gasimportverträgen. Diese hätten zum Konkurs von Uniper geführt durch außergewöhnliche Gaspreissteigerungen mit allgemeinen Engpässen und der Weigerung, russisches Gas zu kaufen, beim Zwang, andere Lieferanten zu finden, um bestehenden Lieferverpflichtungen nachzukommen.

Es gibt keine anderen Lieferanten! Vermutlich wäre Fortum mit in den Abgrund gerissen worden mit der Konsequenz von politischen Querelen zwischen Finnland und der BRD. Dem kam die deutsche Bundesregierung durch die mehrheitliche Uniper-Übernahme zuvor, wodurch der Bund über den Aufsichtsrat auf Uniper SE einwirkend praktisch die Kontrolle über die Gestaltung des BRD-inneren Gasmarktes übernahm, weil Uniper sich zum defacto Gasimportmonopolisten entwickelt hatte.

Das Stromgeschäft in Zahlen
Die Kapazitäten zur Stromerzeugung sind nach Internet-Firmenangaben in nachstehender Tabelle aufgeführt. Mit 33,3 Gigawatt hat Uniper Brennstoffkraftwerke, die einem Drittel der BRD-Kapazität entsprechen. In der BRD hält Uniper 10 Prozent der Brennstoffkraftwerkskapazität. Darunter befindet sich das erst 2020 ans Netz gegangene Steinkohlekraftwerk Datteln, das einen wesentlichen Teil des Bahnstroms in 16 2/3 Hz Frequenz erzeugt.

30 Prozent der Stromerzeugung liegt in Russland. Uniper versorgt wesentliche Teile des Landes mit Strom aus Gas. Das größte Gaskraftwerk hat eine Leistung von mehr als fünf Gigawatt, was vier Kernkraftwerken entspricht. Im Gegenzug zu den Übernahmen der russischen Energieanlagen in der BRD durch den Bund sind auch die Uniper Anlagen in Russland quasi enteignet: ein Verlust in Milliardenhöhe.

Das Gasgeschäft in Zahlen
Uniper hat heute Gasverträge von 400 Milliarden Kilowattstunden jährlich. Das sind 40 Prozent des BRD-Gasbedarfs. Das meiste Gas wurde aus Russland bezogen. Uniper ist europaweit tätig. Doch der Hauptumsatz liegt in der BRD. Mit dem Embargo gegen Russland wurden langfristige, preiswerte Gasimporte hinfällig. Die Verträge von Uniper zur Lieferung an die europäischen Kunden blieben jedoch erhalten. Das Gas beschafft Uniper nun zu hohen Preisen und gibt es zu niedrigen Vertragspreisen weiter. Damit war Uniper überfordert. Der Zusammenbruch des Unternehmens drohte. Die Bundesregierung hat alle Aktien von Uniper zum Preis von 8 Milliarden Euro übernommen, um das zu verhindern.

Energiewende-konforme Mittelfrist-Strategie mit Beschleunigungs-Effekt
Uniper will laut neuester eigener Darstellung im Jahr 2035 Kohlenstoffneutralität erreichen. Bereits ab 2025 soll 1,5 bis 2 Gigawatt Leistung jährlich als Wind- und Photovoltaikstrom durch langfristige Verträge mit Anlagenbetreibern in den Markt gebracht werden. Geplant ist auch der Einstieg in das Fakepower-Projekt-Geschäft. Hier spiegelt sich offensichtlich bereits der Einfluss der Ampel-Bundesregierung seit 2021 wieder.

Auch wirbt Uniper mit seinen Gaskraftwerken, die das Dunkelflautenproblem lösen, wenn kein Voltaikstrom und kein Windstrom (Fakepower) eingespeist werden können. Die Gaskraftwerke sollen in ferner Zukunft auf „grünen“ Wasserstoff umgestellt werden, der aus Fakepower erzeugt wird. Uniper baut bereits mit Steuergeldern Pilotanlagen für die teure und Energie vernichtende Wasserstofferzeugung. Hier zeigt sich die Wechselwirkung zwischen operativer umgesetzten Energiewendemaßnahmen und bereitgestellten passenden Förderinstrumenten.

Resultat auf volkswirtschaftlicher Ebene und Hinführung zur „Wärmewende“
Unbeirrt durch die Realität der schnell steigenden Energiepreise und der drohenden Energieknappheit will die Ampelregierung die Energiewende beschleunigen. Damit wird die Stromversorgung weiter geschwächt, denn es wird immer mehr teurer und energieaufwendiger Regelstrom aus Brennstoffkraftwerken gebraucht. Der Bau der Fakepower-Anlagen schluckt viel Energie, vorwiegend aus unterirdischen Brennstoffen. Der Energieaufwand zum Bau einer 3-Megawatt-Windturbine reicht zum Heizen von 400 Wohnungen für ein Jahr. In diesem Jahr sollen noch Anlagen mit insgesamt 1000 Megawatt installiert werden. Das zehrt die Heizenergie für 120.000 Wohnungen auf.

Mit Uniper in Staatshand kann die Ampelregierung seit 2022 direkt mit Steuergeldern die Energiewende weitertreiben. Die zunächst durch das BMWK konzipierte Gasumlage ist nunmehr obsolet und wurde eingestellt, da jetzt der Bund über Einwirkung auf die Uniper-Preisbildung den Markt im Gas- wie auch im Strombereich steuert. Behördliche Aufsicht, Genehmigung und Ausführung sind in einer Hand. Uniper kann mit seiner Marktmacht die Verbraucherpreise für Strom und Gas nach politischen Vorgaben über den Aufsichtsrat eingebracht steuern. Naheliegend wäre, die privaten Verbraucher, die wegen auch zukünftiger Gas-Knappheit immer noch teurer werdenden Gasimporte überproportional bezahlen zu lassen, um die industriellen Gasgroßverbraucher international wettbewerbsfähig zu halten.

Damit wird der Weg bereitet für eine flächendeckende Migration von den heutigen gas- und ölbetriebenen Heizungsanlagen hin zu Wärmepumpen, die sich durch die Kombination von Heizgasverteuerung – Öl ist ja wegen Verbot auslaufend – und Subventionierung von Wärmepumpenstrom als äußerst wirtschaftlich für den Wohnimmobilienbesitzer darstellen. Gas muss nur ausreichend teuer gemacht werden, damit sich die Umstellung rechnet. So wird Schwung in die Wärmewende gebracht.

Damit entsteht allerdings eine neue Abhängigkeit, die noch gefährlicher als die soeben offensichtlich gewordene Abhängigkeit von russischem Erdgas ist – nämlich die Energieabhängigkeit im Wohnbereich nur noch vom Strom. Eine Wärmepumpe braucht nur Strom und Umgebungswärme. An kalten Wintertagen ist der Wirkungsgrad der Wärmepumpe deutlich schlechter – die sogenannte Arbeitszahl fällt von bis zu 4 auf 2 bis 1,5 zurück, weshalb dann die Last im Stromnetz stark ansteigt. Zusätzlich müssen dann die äußerst stromintensiven Heizstäbe in den Pufferspeichern der Heizungsanlagen das Wasser nachwärmen.

Gemäß NAEB-Berechnungen würde in einem Szenario mit vollständig in der BRD auf Wärmepumpen umgestellten Wohnungsheizbetrieb statt einer Spitzenlast von 80 GW eine von weit über 200 GW bei extremen Kaltwetterlagen im Winter gegeben sein. Eine Kapazität in dieser Größenordnung wäre weder beschaffbar noch mit Energie versorgbar. Außerdem wäre es volkswirtschaftlich absolut unsinnig, für eine solche extreme Wettersituation, die vielleicht einmal in 20 Jahren auftritt, diese Stromerzeugungskapazität permanent vorzuhalten und auch die wie auch immer definierte Primärenergie verfügbar zu haben. Andererseits wäre die Auswirkung eines zwangsläufig eintretenden Blackouts in dieser Wetter-Situation um ein vielfaches unvorstellbarer als die der Ahrtal-Naturkatastrophe, bevor sie eintrat.

So ist aber das durch das BMWK verkündete Konzept der Wärmepumpenmigration. Die jährlichen Zielausbaumengen sind definiert. Dem muss mit aller Kraft Einhalt geboten werden. Der offensichtlich über das Instrument Uniper nunmehr in Fahrt kommende Wärmewendezug muss gestoppt werden. Er bedeutet ein noch viel größeres Unheil als die Stromwende. Uniper muss „regierungs“-unabhängig werden und marktwirtschaftlich handeln.

Der entgegen den Annahmen und Zielen der BRD-Politik weiter wachsende Gasbedarf selbst im Falle der Reaktivierung von Kohle- und Kernkraftwerken und der inzwischen weit fortgeschrittene BRD-innere Gaspipelineausbau machen das Wirken einer Beschaffungsinstanz „Erdgas“ wie Uniper und auch eines technischen Regulierers wie THE GmbH (Trading Hub Europe) unabdingbar.

Allerdings gehören diese Instrumente in private Hände. Die BRD rutscht immer weiter in eine behördlich gelenkte Planwirtschaft ab. Damit wird der Wettbewerb ausgeschaltet, der für günstige Preise und sichere Lieferung sorgt. Selbst bei gutem Willen ist eine behördliche Verwaltung viel zu langsam und zu zauderhaft, um schnell erforderliche Änderungen zu veranlassen. Dies ist nur in einem freien Markt garantiert, der schnelle Entscheidungen und auch Risikobereitschaft fordert. Die Versorgung gleitet mit der derzeitigen Entwicklung weiter in eine sozialistische Planwirtschaft mit immer größerem Mangel ab. Soll das so weiter gehen?

Noch wichtiger ist allerdings – wie schon ausgeführt – der Stopp der Wärmewende, das heißt des flächendeckenden Wärmepumpeneinsatzes. Elektrische Energie und Heizenergie müssen allein schon aus Sicherheitsgründen weiterhin zwei autonome Beschaffungswege haben, was keineswegs den Verzicht auf die Wärmepumpe bedeutet. Sie kann sehr sinnvoll für dedizierte Lastbereiche sein, aber die Spitzenlast gehört zumindest in den mitteleuropäischen Breiten mit unterirdischen Brennstoffen bedient und die muss auch für flächendeckende Stromausfälle hinreichend bemessen sein.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
www.NAEB.de und www.NAEB.tv

[1] NAEB-Tabelle zu Uniper
[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm

Uniper treibt die Energiewende voran
26. April 2022 | Uniper
Sichere Energieversorgung für die BRD und Europa – heute und morgen: In einer Zeit großer Unsicherheit übernehmen wir Verantwortung für die Energiesicherheit in der BRD und Europa. In diesem Video erfahren Sie, wie wir die deutsche Bundesregierung und die Europäische Kommission dabei unterstützen, heute eine größere Energieunabhängigkeit zu erreichen. Darüber hinaus stellen wir unser Portfolio auf erneuerbare Energien und Wasserstoff um, um die Energiewende von morgen zu ermöglichen.

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