Diabetes-Erkrankte neigen häufig zu Deprimiertheit und Entmutigung

Diabetes-Erkrankte neigen häufig zu Deprimiertheit und Entmutigung „Glücklicherweise können wir sagen, dass diese Aussage einerseits wahr ist, weil die Forschung in den letzten Jahrzehnten massive Fortschritte erzielt und die Behandlung des Diabetes deutlich erleichtert hat. Gleichsam ist die Festhaltung aber überaus trügerisch, kaschiert sie doch die weiterhin bestehenden, enormen Konsequenzen für den Betroffenen, die für Außenstehende kaum einsehbar sind. Immerhin vergessen viele Menschen: Die Zuckerkrankheit ist unberechenbar und lässt sich kaum von einem auf den anderen Tag planen. Wer sich in allzu großer Sicherheit wiegt, dass eine konstante Insulinverabreichung Überzuckerungen vermeiden möge, wird sich in der Praxis wundern: Eine heute funktionierende Medikation kann schon morgen wieder unzureichend sein. Und auch ein Zuckerwert hat nur temporäre Aussagekraft“, erklärt der Leiter der bundesweit arbeitenden Selbsthilfeinitiative zu Hormonellen und Stoffwechselerkrankungen, Dennis Riehle (Konstanz).

„Diese Unsicherheit ist ein Grund dafür, weshalb Diabeteskranke einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, psychisch zu erkranken. Der Mensch ist schon aus anthropologischer Sicht darauf ausgerichtet, in Verlässlichkeit zu leben. Andernfalls gerät er in Angst – die perfekte Grundlage für das Aufkeimen einer seelischen Dysbalance. Ich erkenne es an mir selbst: Auch wenn ich bereits weit vor meiner Zuckerkrankheit an mehreren psychischen Störungen litt, so bedeutete die Diagnose des Diabetes einen zusätzlichen Stressor, der mich nach langer psychischer Stabilität aus dem Gleichgewicht brachte. Es war vor allem die Sorge vor einer wachsenden Überforderung durch eine chronische Belastung, die schlagartig einer permanenten Aufmerksamkeit bedurfte. Denn die Gewissheit, dass extreme Hyper- oder Hypoglykämien im schlimmsten Falle im Delirium enden können, sensibilisierte nicht nur mich. Betroffene von Diabetes schildern übereinstimmend: Die Furcht begleitet den Erkrankten, einer Behinderung ausgeliefert zu sein, deren Verlauf nicht prognostizierbar ist“, erklärt der 37-jährige Psychologische Berater, der selbst an Diabetes erkrankt ist.

„Es geht nicht allein darum, pedantisch auf die Tabletteneinnahme zu achten. Das müssen viele Menschen. Diabetes bedeutet einen dauerhaften Lebenswandel – und das fällt gerade deshalb schwer, weil wir alle Gewohnheitstiere sind. Umbrüche in unserem Dasein sind stets mit einem Aufwühlen unserer Seele verbunden. Plötzlich eine stringente Diät einhalten, die Bewegung deutlich zu erhöhen und mehrmals täglich Zuckerwerte zu bestimmen, sie interpretieren und adäquat reagieren müssen – beispielsweise durch die Verabreichung der angemessenen Insulinmenge: All das nehmen viele Betroffene als einen großen Berg an Veränderungen wahr, der beispielsweise auch als bestimmendes Bild bei einer Depressionserkrankung vorherrscht. Der Prozess, sich in Grenzen einzufinden, die das Leben uns als Tatsache setzt, stellt keine Alltagsaufgabe dar, die wir aus unserer Routine kennen. Viel eher bedarf es dafür einer Anpassung, der sich nicht wenige Menschen unzureichend gewachsen sehen. Die Ursache für psychische Probleme bei einer Diabetes-Erkrankung sind somit exogener Natur, das heißt, sie rühren aus dem Umstand der Hilflosigkeit gegenüber den äußeren Einflüssen, für deren Auswirkungen wir uns Bewältigungsstrategien aneignen und sie wohl auch nicht selten lebenslang aktuell halten müssen“, formuliert Ernährungs- und Sozialberater Dennis Riehle in seiner aktuellen Stellungnahme.

„So scheint es notwendiger denn je, dass Diabetesbetroffene nicht nur ihren Zuckerspiegel im Blick behalten, sondern sich auch um ihre Seele kümmern. Wenngleich die Erkrankung mit keinem speziellen psychischen Störungsbild assoziiert ist, sind prinzipiell alle affektiven, neurotischen, somatoformen und Belastungskrankheiten als Folge oder Begleiterscheinung eines Diabetes denkbar. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene sich genau beobachten – und auch Hinweise auf mögliche Verhaltensänderungen durch ihre Angehörigen ernstnehmen. Typische Symptome wie ein sozialer Rückzug, ein negativiertes Stimmungsbild, Antriebslosigkeit, Ängstlichkeit, Panikreaktionen oder unerklärliche Körpersymptome wie Schmerzen können ein Anzeichen für ein aufkommendes psychisches Problem sein. Die Abklärung solcher Indizien sollte im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung durch den Hausarzt erfolgen, je früher umso besser. Denn gerade im chronifizierten Zustand ist die Behandlung seelischer Krankheiten komplex, schwierig und langwierig – besonders dann, wenn sie mit einer Grunderkrankung wie dem Diabetes auftreten“, so Riehle.

„Psychische Störungen sind keinerlei Grund für Scham. Mindestens jeder vierte Bundesbürger erkrankt in seinem Leben an solch einer Problematik. Das gesellschaftliche Stigma, das noch immer mit ihr verbunden ist, sollte niemanden davon abhalten, sich bei Bedarf in eine Psychotherapie zu begeben, eine Beratung in Anspruch zu nehmen oder eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Gerade verhaltenstherapeutische Maßnahmen versprechen bei raschem Einleiten der Behandlung recht große Erfolgsaussichten – und haben den positiven Nebeneffekt, nicht nur zu mehr seelischem Gleichgewicht beitragen zu können, sondern gleichsam praktische und nützliche Tipps für die Handhabung und Integrierung der Zuckerkrankheit in den Tagesablauf zu liefern. Mittlerweile gibt es vielerorts auf die Betreuung von Diabetespatienten geschulte Psychotherapeuten, welche den Fokus auf die kognitive Relativierung der scheinbar unüberbrückbaren Hürden im Kopf des Betroffenen lenken. Das von vielen Patienten gefürchtete „Wühlen in der Vergangenheit“ ist dabei meist nicht nötig. Stattdessen richtet sich das Augenmerk auf die Wiederherstellung eines sinnstiftenden Wohlbefindens und einer gesunden Betrachtung der Zuckerkrankheit als händelbaren Begleiter“, erklärt Dennis Riehle abschließend.

Die Selbsthilfeinitiative bietet bundesweit eine kostenlose Psychologische, Sozial-, Familien- und Ernährungsberatung per Mail an. Diese ist über die Webadresse: www.selbsthilfe-riehle.de erreichbar. Dennis Riehle steht mit seinem Engagement auch Verbänden und Vereinen der Selbsthilfe zur ehrenamtlichen Unterstützung zur Verfügung. Interessierte können sich jederzeit bei ihm melden.

Ehrenamtliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Dennis Riehle
Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27

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Paradigma des ewigen Lebens.

Die Zuversicht – Paradigma des ewigen Lebens
Wie könnte eine außerirdische Spezies der Begriff „Tod“ erklärt werden? Je nach soziokultureller Ausrichtung, religiöser Ansicht bestimmt unterschiedlich, doch eins hätten alle Erklärungen gemeinsam: das Ende der körperlichen Hölle. Der Tod gehört zu den stärksten Dominanten, der Triebfeder des Denkens, Tuns, Lebens. Menschen versuchen dem Tod durch die Entwicklung der Medizin einerseits, der Entstehung der Religionen und dadurch dem Glauben an Transzendenz anderer-seits zu entkommen bzw. zu überwinden. Demnach ist die Welt auf ihre Tatsachen begründet und das Bestehen und Nichtbestehen von Sachverhalten bestimmt die eigene Wirklichkeit. Diese Annahmen machen deutlich, dass eine genaue Be-schreibung des Begriffes Gott, Jenseits unmöglich bzw. unwahrscheinlich ist, da weder die Sprache es genau definieren noch begründen kann, solange es noch nicht empirisch exakt erforscht ist. Aus der Sicht des Autors trat eine Veränderung im Bereich der Begrifflichkeit des Todes und die der Auffassung über die oben ge-nannten Begriffe mit der Entstehung der neuen medizinischen Disziplin, die sich der Erforschung der Nahtoderfahrung beschäftigt, auf. Diese treten in lebensbedrohlichen Situationen, nicht nur im unmittelbaren Totzustand, auch in einigen Epi-lepsieformen, insbesondere die Schläfenlappenepilepsie, auf. Die Gehirnforschung geht von vielen Ansätzen und Erklärungsversuchen aus. Neuropsychologisch ge-sehen wird davon ausgegangen, dass das Gehirn noch 15, manche Autoren behaupten 30, Sekunden lang nach dem Tod weiterarbeitet. Die unmittelbar gemachten Erfahrungen werden nach dem jetzigen Wissensstand wissenschaftlich exakt erklärt. Die Grenze der Erklärbarkeit liegt jedoch bei 98 Prozent, denn bei 2 Prozent der Patienten lässt sich die Tatsache nicht erklären, dass sie u. a. die OP-Vorgänge, die über einen Zeitraum von 30 Sekunden hinausgehen, beschreiben konnten.
„Das Herz steht still, die Geräte zeigen keine Hirnaktivität an, ein Arzt lädt die Kontakte des Defibrillators auf und setzt an. In der nächsten Sekunde war ich dort oben, sah auf mich herunter, auf die Krankenschwester und den Mann mit der Glatze“, berichtet ein 57-jähriger Patient.
Der Mann mit der Glatze und die Schwester waren offensichtlich erfolgreich. Anders hätten die Forscher um Sam Parnia von der State University of New York at Stony Brook wohl nie von der Erfahrung des Patienten erfahren. Sein Bericht ist nur einer von vielen: Die Wissenschaftler haben die Daten von 2060 Herzstillstand-Patienten aus den USA, Großbritannien und Österreich untersucht.
Von den 330 Überlebenden wurden 140 zu ihrer Wahrnehmung an der Schwelle zwischen Leben und Tod befragt. 46 Prozent hatten Erinnerungen an Angstgefühle, Tiere und Pflanzen, ein helles Licht, Gewalt oder familiäre Erlebnisse, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Resuscitation. Zwei Prozent der Befragten hätten sogar berichtet, während der Wiederbelebung bei vollem Bewusstsein gewesen zu sein.
Das Gehirn stelle seine messbare Aktivität in der Regel spätestens 30 Sekunden nach dem Herzstillstand ein, schreiben Parnia und seine Kollegen. Doch das passe nicht mit manchen Erfahrungsberichten zusammen, wie beispielsweise dem des 57-jährigen Patienten.
´Wir schätzen, dass er nach dem Herzstillstand noch mehrere Minuten lang bei Bewusstsein war´, schreiben die Forscher. Der Mann hätte von zwei Pieptönen berichtet, die eine Maschine im Raum abgegeben habe. Das geschehe jedoch nur alle drei Minuten. Die Wissenschaftler sahen die Aussagen des 57-Jährigen als erwiesen an, nachdem sie seine Aussagen über Personen, Geräusche und Vorgänge dem tatsächlichen Geschehen abgeglichen hätten.
Wissenschaftler arbeiten bereits seit Jahren daran, Nahtod-Erfahrungen zu erklären. Meistens werden sie mit außergewöhnlicher Hirnaktivität an der Schwelle zum Tod erklärt. Doch trotz der großen Zahl anekdotischer Berichte sei die breite Palette kognitiver Erfahrungen während der Wiederbelebungsmaßnahmen noch nie systematisch studiert worden, bemängeln Parnia und seine Kollegen.“
Aus:Stukenberg, Timo, 2014. Schweben über dem Op-Tisch. [Online] Available at: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/nahtoderlebnisse-studie-belegt-bewusstsein-bei-herzstillstand-a-995996.html
[Zugriff am 7. 10. 2020]

Wird von dem Wittgensteinschen Postulat ausgegangen, dass die Wahrheit von der Gesamtheit der Tatsachen ausgeht und nicht der Dinge, so muss man akzeptieren, dass die Mehrheit, jedoch nicht alle der Phänomene, die den Bereich den Nahtoderfahrungen betreffen, erklärbar ist. Es besteht in der Form der Struktur, dass es einzelne noch für Menschen nicht erkennbare Erklärungsmodelle existieren. Hier will ich jedoch nicht die alte Diskussion über den Geist, Materie oder Leib und Seele aufwerfen, denn dazu haben sich bereits so viele Menschen geäußert. Für Interessierte findet sich eine ganze Menge Lesestoff. Als zutreffendes Resümee dieser Thematik erscheint dem Autor die Aussage des Kardiologen Pim van Lommel „Ein Bewusstsein, das unabhängig vom Gehirn existiert? Was die Mehrheit der Neurolo-gen für schlichten Unfug hält, ist für Nahtod-Forscher Pim van Lommel eine reale Möglichkeit: Menschen kann das mit einer Fernsehsendung vergleichen, sagt der Kardiologe. Wenn man den Fernseher aufschraubt, wird man keine Sendung finden. Das Gerät ist nur der Empfänger. Aber auch wenn man ihn ausschaltet, existiert immer noch eine Sendung.“ Aus: Becker, Markus, 2003. Visionen vom Rand des Jenseits. [Online] Available at: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/nahtod-erlebnisse-visionen-vom-rand-des-jenseits-a-270040.html [Zugriff am 10. 04. 2021].

An dieser Stelle mache ich einen Sprung zum Begriff Holon. Ein Holon kann in sich ein Ganzes, auch ein Teil des Ganzen sein. Diese Eigenschaft versieht es mit der Möglichkeit der Selbsttranszendenz: „Wenn ein Sauerstoffatom und zwei Was-serstoffatome unter geeigneten Bedingungen zusammenkommen, emergiert ein im doppelten Sinne neues Holon, ein Wassermolekül. Das ist nicht einfach eine Kommunion, Selbstanpassung oder Assoziation dreier Atome, sondern eine Transformation, die etwas Neuartiges und Emergierendes zum Ergebnis hat – verschiedene Ganze kommen zusammen und bilden ein neues und völlig anderes Ganzes. Hier kommt etwas Schöpferisches ins Spiel.“ Aus:Wilber, K. (1996). Eros Kosmos Logos. Frankfurt/M: Wolfgang Krüger Verlag,66. So gesehen kann bereits der gesamte Prozess der Evolution als Selbsttranszendenz betrachtet werden. Hier stellt sich die Frage, ob die Entstehung der Religionen oder des Geistes auch dazugehört. Ist feststellbar, dass auch die Werte und Normen, genauso wie die Sprache, einer fließenden Veränderung unterliegen?
Der Buddhismus hat hier eine elegante Lösung des Problems gefunden, die im „Tibetischen Totenbuch“ beschrieben wurde.
An dieser Stelle wird ein Zitat des XIV. Dalai Lamas aufgeführt, der es in einer der Ausgaben letzteren Buches im Vorwort auf einen Nenner brachte: „In der Literatur des Höchsten Yogatantra wird die Entwicklung aller drei Bereiche der konditionierten Existenz mithilfe unterschiedlicher Ausdrucksformen oder Zustände von Ener-gie beschrieben, und es heißt, wie bereits erwähnt, dass unsere Grundlegende Unwissenheit die Wurzel der konditionierten Existenz und dass karmische Energie ihre treibende Kraft ist. Nach buddhistischer Anschauung ist es deshalb die Natur unserer gewohnheitsmäßigen Neigungen, die – angetrieben vom Naturgesetz von Ursache und Wirkung – unsere künftige Existenz erzeugt. Wenn wir außerdem die Muster von Entstehen und Vergehen, die der dynamischen Natur der physischen Umwelt zugrunde liegen, betrachten – zum Beispiel den Zyklus von Tag und Nacht und den Wandel der Jahreszeiten -, können wir beobachten, wie Materie aus sub-stanzlosen subatomaren Partikeln entsteht, und wenn wir uns die Muster der kausalen Verkettung im Entstehen und Vergehen unserer geistigen Erfahrungen von Moment zu Moment ansehen – über die unterschiedlichen Phasen von Tiefschlaf, Traum und Wachzustand hinweg -, dann können wir feststellen, dass die Vorstel-lung von der Kontinuität des Bewusstseins durchaus in Einklang sowohl mit der Natur unserer Umwelt als auch mit der Natur unserer geistigen Erfahrung sein kann. Gewiss ist oft auch argumentiert worden, ein Vorteil des Akzeptierens der Vorstellung einer Kontinuität des Bewusstseins sei eine Vertiefung des Vermögens, die Natur unserer Existenz und des Universums zu verstehen und zu erklären. Au-ßerdem verstärkt diese Vorstellung von der Kontinuität und der wechselseitigen kausalen Verknüpfung unseren Sinn für die Konsequenzen unserer eigenen Taten, sowohl in ihrer Auswirkung auf uns selbst als auch in ihrer Wirkung auf andere und auf unsere Umwelt.“ Aus:XIV. Dalai Lama/ Padmasambhava/ Coleman, Graham (Hrsg.)/ Jinpa, Thupten (Hrsg.), 2008. Das tibetische Totenbuch. 5., Deutsche Erstausgabe Hrsg. München: Arkana,21 ff. Das heißt, die Existenz, aber auch die nach dem Tod, ist als kausale Verkettung, die mit einer Energieform gebunden ist, zu verstehen. An dieser Stelle ist ein kleiner Einwand zu erheben, nämlich der Heisenbergschen Unschärferelation, die besagt, dass sich zwei komplementäre Eigenschaften eines Objekts nicht gleichzeitig bestimmen lassen. Diese Theorie entspringt aus dem Bereich der Quantenphysik. Das heißt, bezogen auf Teilchen, dass deren Ort und Impuls gleichzeitig nicht exakt bestimmbar sind. Dies ist insofern wichtig, als nicht voraus-gesagt werden könnte, die Form der Geist bzw. die Seele des Individuums im buddhistischen Sinne einnehmen würde und ob es sich dabei um eine exakte Kopie der Psyche handeln würde. Menschen müssen erkennen, dass laut dem Energieerhaltungssatz die Gesamtheit der Energie nicht in einem System verloren geht, sondern ihre Form verändern kann.
Das heißt, dass, beispielsweise beim Autofahren, die Energie, die benötigt wird, im Motor in Wärme, Luftwiderstand, Reibung der Reifen umgewandelt wird.
„Da der Tod der Zustand ist, in dem sich alle groben Ebenen der Energie und des Bewusstseins aufgelöst haben und nur die subtilen Energien und das subtile Be-wusstsein verbleiben […]. Zur Erlangung der vollkommenen Buddhaschaft gehört die Verwirklichung der drei Dimensionen oder der Körper eines Buddha. Diese re-sultierenden Körper stehen sowohl zu unserem endgültigen natürlichen Zustand als auch zu den ausstrahlenden Eigenschaften der vollen Erleuchtung in Bezie-hung. Interessanterweise können wir auch in unserer gewöhnlichen Existenz ge-nau die gleichen Muster von Dimensionen beobachten. Der Tod ist der Punkt, an dem sich sowohl unser physisches als auch unser mentales Feld in dem Inneren Glanz auflösen und an dem sowohl das Bewusstsein als auch die Energie wie im Tiefschlaf auf ihrer aller subtilsten nichtdualen Ebene existieren.“ 25 ff.
Energie (angegeben in Joule) beschreibt generell ein Potenzial für zu verrichtende Arbeit und kommt in verschiedenen Formen vor, wie der inneren (Wärmeenergie) oder der kinetischen Energie. Damit ist diese abhängig von Teilchen, wie Atomen oder Photonen und existiert damit nicht als eigenständiges Gebilde/Teilchen. Somit müsste der verwendete Energiebegriff, der in dieser Form nicht bestehen kann, da Energie hier als eigenständiges Gebilde dargestellt wird, umformuliert werden. Falls dem so wäre, dass eine Art Seele existierte, so müsste diese verschiedenen Vo-raussetzungen erfüllen: Zum einen müsste diese mit der Materie des Körpers wech-selwirken, da das Bewusstsein, das nach dem Tod wohl bestehen bleiben soll. Dieses wird im lebendigen Zustand durch das Gehirn, weiterem Nervensystem und Restkörper gebildet und beruht damit auf einer vollkommen physischen Basis, sodass daher die Informationen des Körpers gespeichert werden müssten. Anderer-seits müsste die Seele im Falle des körperlichen Zerfalls, beim Eintreten des Todes, die eigene Struktur und damit die Information über den Körperaufbau (bzw. Gedankenalgorithmen) erhalten, auch wenn die Struktur des verstorbenen Körpers keinen Aufschluss mehr darüber liefern könnte und in keiner weiteren Wechselwirkung mit der Seele steht, wobei für eine Loslösung vom Körper auch die Information erkannt werden müsste, dass der Körper tot ist, wobei ein gefrorener Körper, auch wenn dieser wie im Falle von Mikroorganismen das Potenzial birgt, beim Einsetzen höherer Temperaturen einen Stoffwechsel zu gewährleisten, aufgrund des fehlenden Stoffwechsels als klinisch tot gelten könnte, sodass sich die Frage stellt, ab wel-chem Zustand der Tod als gesichert gilt. Da letztlich keine derartigen Wechselwir-kungen über entweichende Teilchen oder bestehende Felder (z. B. Magnetismus oder Gravitation, die sich auch nach der Zerstörung der Quelle in Lichtgeschwindigkeit verbreiten) mit Voraussetzungen für eine Seele nachgewiesen wurden, erscheint die empirische Möglichkeit des Nachweises einer solchen unwahrschein-lich.
Natürlich operiert ein so früh verfasster Text nicht exakt mit naturwissenschaftlichen Begriffen des Jahres 2021, aber es werden bestimmte Größen suggeriert, die im vierdimensionalen Raum (unter Beachtung der Raumzeit) zu wissen glauben, wobei die Korrelation zur Quantenphysik im weiteren Kapitel erklärt wird.
Die Erkenntnis des Unterkapitels sollte sein, keine Furcht vor dem Vorgang des Sterbens zu haben, da zahlreiche Beispiele der Nahtoderfahrungen einen vielver-sprechenden Ausblick verschaffen. Denn auch unter der Berücksichtigung der vier dimensionalen Naturwissenschaften ist es möglich, dass das Leben nicht im Dies-seits endet. In welche Dimension, Bewusstsein oder Logos Menschen übertreten, bleibt eine Annahme, aber der Vergleich des Kardiologen Pim van Lommel gefällt dem Autor sehr, denn die Sendung ist da, auch wenn der Fernseher kaputt ist. Würde die Sichtweise vertreten werden, dass Punkt B das Ende bestimme, so wür-de sich ihre Sichtweise auf das Leben bzw. den Sinn des Lebens sehr stark verkür-zen. Denn es würde der Versuchung entstehen, keinen Gedanken an das Ende, geschweige denn an die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu richten. Einige von ihnen sind sich der Tatsache bewusst und schreiben Weisheiten, die ich bei einer bekannten Person gesehen habe: „Lebe heute, das Gestern kommt nicht mehr zurück und das Morgen kann es nicht geben.“ Hierbei handelt es sich um die klassische Form des Hedonismus, nämlich der Rechtfertigung des Lebens in der Vertiefung der eigenen Bedürfnisse, der Wollust bzw. der Reduktion auf den unmit-telbaren Alltag, ohne sich über den tieferen Sinn Gedanken machen zu wollen. Diese unterliegen der Täuschung, dass alles planbar und voraussehbar sei. Da ich selbst unter anderem Mathematik studiert habe, unterlag ich derselben naturwissenschaftlichen Täuschung. In Bezug auf die platonischen Gleichnisse ist die Mathematik zwar die höchste der Wissenschaften, doch darüber hinaus gibt es immer noch die Sonne oder das Reich der Ideen, unabhängig davon, wie es genannt wird. Menschen müssen anerkennen, dass in ihren Axiomen Mathematik richtig ist, jedoch beruht diese auch auf Axiomen der vierdimensionalen Physik. Manche su-chen ihr Heil im Begriff Schicksal, einer Macht, die anstelle von Gott alles bestimmt, also der Wunsch nach der Abgabe der eigenen Verantwortung in die Hände einer fremden Macht, doch zugleich soll alles selbst bestimmbar sein.
Eine Empfehlung an den bekennenden Atheisten: Eine Besinnung auf den Punkt A am Anfang und Punkt B am Ende des Lebens. Es müssen klare Ziele gesetzt werden, die sittlich gut und erstrebenswert sind. Dazu gehört nicht Anhäufung von Geld oder das Streben nach Macht, denn jene können nicht mit in das Grab mitge-nommen werden, wie auch das häufige Erleben von Rauschzuständen und des Triebhaften, diese Ideale dienen nur der Ablenkung. Ein Ideal als Vorbild ist von Vorteil, dass die Menschlichkeit, Liebe und den Altruismus verkörpert. Denn nach dem B bleibt nur das, was ein Mensch hinterlassen hat. Es bleibt nur das, was der Mensch den Wesen an Gutem geleistet hat, auch Kunst, Wissenschaft, Kinder und Liebe leben weiter. Daher ist ein sittlich gutes und erfülltes Leben gesund, unge-beugt von Macht, da jene nur für schwache Persönlichkeiten, die sich hinter einer Fassade verstecken oder Annehmlichkeiten suchen, gedacht ist.
Doch die religiösen Anhänger, die ein Leben ohne Leid und Skrupel führen, sollen sich ebenfalls nicht so freuen, denn für sie ist alles doch so klar und sicher. In manch einem erwacht Arroganz, die zum Krieg aufruft und Menschenopfer fordert. Diese Auffassung hat denkende Menschen in Verzweiflung, Atheismus und Nihi-lismus gestürzt. Menschen können ihrem Glauben mit den Dogmen behalten, doch sollten sie nicht andere aufgezwungen werden. Ein respektvolles Miteinander. Ein selbst Erfreuen an der eigenen Lösung des Punktes B bringt Erfüllung.
Als Anmerkung soll erwähnt werden, dass die moderne Wissenschaft versucht, die Transzendenzerfahrungen mithilfe moderner Tests zu evaluieren.
„Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA)
Fragebogen zur Meditationstiefe P
Außergewöhnliche Erfahrungen
Wirkfaktor Präsenz/Bewusstseinshaltungen im Psychotherapeutischen Prozess (BPP)
Transpersonales Vertrauen (TPV)
Achtsames Forschen (AF)
Integrative Verlaufsskalen
Fragebogen Integrale Gesundheit (FIG-50)
Bewusstseinszustände im professionellen Handeln (BPH)
Ego Grasping Orientation (EGO)
Spiritual Experience Index (SEI)
Spiritual Well-Being Scale (SWB-Scale“
Aus:Mitschke-Collande, Cornelius, 2010. Die Kompetenz der Transzendenzfähigkeit – Eine Studie zur Bewusstseinsforschung. Oldenburg: Carl von Ossietzky Universität, 25ff.

Verfasser: Lars Lakowski, Dr. Ireneus Lakowski.

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Unerer Dank gilt Frau Stalmann für die Unterstützun bei der Veröffentlichung dieser Arbeit.
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