Denkmalgeschützte Immobilien erhalten Kultur

Die denkmalgeschützten Immobilien stellen wegen ihrer besonderen Möglichkeiten und Eigenschaften für viele Privatinvestoren eine herausragende Anlage für ihr Kapital dar. Ein Alleinstellungsmerkmal birgt eine solche Investition stets in sich: Der Geldanleger engagiert sich im Interesse der Kultur, bewahrt Tradition und setzt Anreize für nachkommende Generationen, geistige und architektonische Errungenschaften aus der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auch sind es vor allem die hohen Verkaufs- und Mietrenditen, durch die sich Denkmalimmobilien interessant erweisen. An der Erhaltung von Baudenkmälern besteht ein öffentliches Interesse – stets erfolgen Einträge in die örtlichen Denkmallisten der jeweiligen Städte. Die detailgetreuen Komplettsanierungen hinterlassen bei Eigentümern und Bewohnern einen nicht zu vergleichenden Eindruck.

Steuervorteile für Eigentümer

Die Investitionen in Baudenkmäler können durch die so genannten Denkmalabschreibungen mit herausragenden Steuervorteilen verwaltet werden. Das Einkommenssteuergesetz thematisiert Denkmalschutzabschreibungen in den §§ 7i und 10f. Hier ist festgelegt, dass die Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien ihre zu versteuernden Einkommen reduzieren können und dementsprechend mit erheblichen Steuerersparnissen bedacht werden können. Diese sind aufgrund ihrer gesetzlichen Verankerung staatlich garantiert. Es können sich bis zu acht Prozent pro Jahr nach Steuern ergeben – einen Verkaufsgewinn kann man bereits nach zehn Jahren als steuerfrei betrachten. Die Investition Baudenkmal lohnt sich somit.

April 2012: Von nun an auch die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen

Eigentümer, die ihre denkmalgeschützen Häuser energetisch sanieren wollen, können ab April 2012 leichter Zuschüsse und Kredite von den staatlichen KfW-Banken erhalten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau lockert seine Rahmenbedingungen für Förderungen. Bislang verlangte man, dass der Energiestandard nach den Sanierungsvorkehrungen höchstens 15 Prozent über dem Wert liegt, der für Neubauten vorgeschrieben ist. Die Baumaßnahmen in diesem Kontext waren jedoch nach alter Regelung nur mit höheren Mehrkosten zu bewerkstelligen. Die neuen Rahmenbedingungen sehen die Teilnahme der Eigentümer am Programm „Energieeffizient Sanieren“ vor, wenn die betreffenden Denkmäler nach den Sanierungsarbeiten den für Neubauten gültigen Energiestandard um maximal 60 Prozent übersteigen. Hier werden Investitionszuschüsse von 10 Prozent gewährt. Dies ist mit Förderkonditionen für wesentlich weitergehende Sanierungspläne für Wohngebäude vergleichbar. Im April/Mai 2012 wurde aktuell festgelegt, dass Kreditrahmen bis zu 75.000 Euro lediglich 1 Prozent an Zinskosten verursachen. Hiermit reagiert die Bank auf die besonderen Gegebenheiten bei Baudenkmälern und bei Gebäuden, deren Bausubstanz erhaltenswert ist und aus diesem Grund nicht in einem Umfang wie bei anderen Wohngebäuden in energetischer Hinsicht saniert werden konnte. Bei Einzelmaßnahmen kann von nun an auch die Wärmeverteilung bei bereits installierten Heizungsanlagen durch Fördermittel optimiert werden. Dies betrifft etwa den hydraulischen Abgleich sowie auch die Inbetriebnahme von Hocheffizienzpumpen (als Ersatz von früher vorhandenen Pumpen) . Der Zuschussförderung wird eine generelle Bedingung vorausgesetzt: Die förderfähigen Investitionen sollen pro Einzelfall 4.000 Euro nicht unterschreiten.

Bedeutende Bauwerke werden gefördert

Im Besonderen als förderungswürdig sind bei Baudenkmälern Maßnahmen eingestuft, die das Gebäude in seiner Denkmalsbedeutung erhalten und auch jene, die das Gebäude einer sinnvollen Nutzung zuführen und gleichzeitig die schützenswerte Substanz erhalten. Man kann auch Nebengebäude fördern lassen, die als Abstellraum, Werkstatt oder ähnlicch genutzt werden. Alle Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden gefördert – auch jene, die zur funktionsgerechten Verwendung, Erneuerung und Erhaltung der Gebäude dienen. Es gilt, hierbei Bauwerke zu schützen, die städtebaulich, künstlerisch oder historisch von Bedeutung sind.