Goldkauf als Krisenvorsorge?

Seit vielen tausend Jahren übt der warme Glanz des Goldes eine starke Faszination auf den Menschen aus und beeinflusst die Entscheidungen der jeweils Herrschenden. Schon die Investoren der ersten Reise von Christoph Kolumbus, u.a. Jakob Fugger „der Reiche“ aus Augsburg, verbanden harte Geschäftsinteressen mit der Finanzierung der Reise: GOLD und Silber und zwar in Hülle und Fülle!

Auch zur Absicherung und Rücklage geeignet

Regierungen und Vermögende benutzen heute Gold zur Absicherung und um Rücklagen in einer krisensicheren Form bilden zu können. Gold ist einer der ganz sicheren Häfen für die Geldanlage und kann von wirklich jedem frei erworben werden. Dabei kann schon der regelmäßige Erwerb von nur 1 Gramm Gold über einen langen Zeitraum ähnlich ertragreich wie ein Sparbuch sein. Noch dazu ohne Zwangsabführung einer Kapitalertragsteuer. Auch kann Gold als Schmuckstück erworben werden und dann generationenübergreifend wertstabil und sicher „vererbt“ werden.

In der Krise ein sicher Hafen

Schon seit ungefähr 2006, als die ersten Mahner eine mögliche große System- und Finanzkrise zur Diskussion stellten, ist der Goldpreis langsam aber stetig gestiegen. Im Zuge des zusammenbrechenden Marktes für Immobilienfinanzierungen in den USA ist es dann in der Folge zu schweren Verwerfungen an den weltweiten Börsen gekommen. Die Furcht von einer jahrelangen Baisse sorgte dafür, dass viele Anleger geradezu in die Währung Gold flüchteten. Durch die weiteren Finanzkrisen ist der Goldpreis auch weiterhin einem starken Aufwärtsdruck unterworfen.

Argumente gegen die Gold-Anlage

Für eine renditeträchtige Anlage ist die Vermögensbildung durch das Kaufen von 1 Gramm Gold nicht unbedingt geeignet. Auch der Erwerb größerer Pakete, bei dem der Anleger in der Folge die Schwankungen des Kurses für Käufe und Verkäufe ausnutzt, eben wie bei normalen Börsengeschäften mit Aktien an der Börse, kann nachteilig sein. Denn wie bei allen Spekulationsgeschäften muss bedacht werden, dass der jeweilige Kurs immer einen gedachten und erwarteten Wert zukünftiger Ereignisse abbildet, welcher bei mitunter geringsten negativen Nachrichten sehr stark zurückgehen kann. Für eine nachhaltige und renditeorientierte Anlage sollte deshalb nur ein Teil des zur Verfügung stehenden Kapitals in dieser Anlageform geparkt werden.

Mangelnder Realismus in der öffentlichen Darstellung

Schätzungen zufolge besitzen nur ca. 7 % der Bevölkerung in Deutschland Aktien und nur ca. 2% beabsichtigen in den nächsten Monaten den Erwerb von Edelmetallen, wie Gold und Silber. Viele lesen jeden Artikel und bekommen von Freunden und Verwandten mehr oder weniger hilfreiche Tipps zur sicheren Anlage, doch nur die allerwenigsten besitzen mehr als die eine oder andere Münze. Das sprichwörtliche Gold haben die meisten nur im Zahn. Gold ist eben keine Volksinvestment, wie es auch keine Volksaktie gibt.