Wann man es Sinn, eine Lebensversicherung zu verkaufen?

Gerade in der heutigen Zeit, wo von Finanzkrise die Rede ist und sich diese teilweise auch in den privaten Geldbeuten und auf Konten bemerkbar gemacht hat, von was sollen wir höhere Ausgaben, die nicht einkalkuliert waren, bezahlen? Dann steht im Raum: Lebensversicherungen verkaufen? Zumal wenn auch die Rücklagen, die eiserne Reserve, mittlerweile nicht mehr existiert oder um einiges geschrumpft ist.

Lebensversicherung verkaufen? DIE Lösung?
Die Lebensversicherung ist eigentlich ein gut gemeintes Altersruhekissen oder auch gedacht, um sich Wünsche und Dinge zu erfüllen, die man sich bis dahin nicht leisten wollte oder konnte. Oder als „Erbe“ oder als Absicherung für die Familie. Verkauft man nun die Lebensversicherung aus dringenden Gründen, so bekommt man in jedem Falle mehr Geld, als würde man diese kündigen. Auch bleibt der Todesfallschutz meist bestehen.

Da laut Statistiken eigentlich nur relativ wenige Lebensversicherungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit existieren, stellt sich die Frage, ob alle Bedürfnisse und Eventualitäten beim Abschluss durch einen Kunden berücksichtigt werden. Es gibt ja zum einen die Risikolebensversicherung, die die Familie absichern soll. Für die meisten Kunden das Wichtigste und wohl auch bekannteste. Dann gibt es die kapitalbildende Lebensversicherung. Aber für einen finanziellen Ernstfall/Engpass gibt es eigentlich keinen Spielraum, der einem dann schnell und unbürokratisch hilft!

Und da es in der heutigen Zeit eigentlich eher selten ist, daß Jemand in eine Lebensversicherung einzahlt und dann noch in diverse andere Sparmöglichkeiten, ist es dann ja oft so, daß die Lebensversicherung als Rettungsanker sich anbietet oder herhalten muss.

Es ist zwar im ersten Moment verlockend, zu hören, wie hoch der Rückkaufswert im Falle einer Kündigung wäre, aber damit ist die Lebensversicherung dann auch endgültig weg.
Aufpassen muss man auch, wenn ein sehr hohes Angebot gemacht wird, denn meist wird eine bestimmte Summe ausgezahlt, der Rest verteilt sich dann auf Jahre. Und wer weiß dann schon, ob es die Firma in fünf oder sechs Jahren noch gibt?

Vorteil nutzen

Ein weiterer Vorteil von Lebensversicherungen verkaufen ist, daß der Ertrag steuerfrei ist und auch nicht bei der Steuererklärung angegeben werden muss, im Gegensatz zur Kündigung. Dort werden die innerhalb von 12 Jahren angefallenen Zinsen einkommenststeuerpflichtig. Es kann also passieren, daß man zwar auf den ersten Blick durch eine Kündigung mehr Geld hat, aber eben nur augenscheinlich. Denn es werden ja auch weitere Gebühren fällig, wie Bearbeitungsgebühren. Und wenn man das dann alles zusammenrechnet, dann wird sich ein Verkauf wesentlich lohnender erweisen!

Manchmal gibt es aber auch bestimmte Kriterien, die erfüllt sein müssen, um einen Vertrag verkaufen zu können, das heißt, der Rückkaufswert muss eine bestimmte Summe erreichen und die Restlaufzeit nicht über soundsoviel Jahre, zum Beispiel 15 Jahre, gehen.

Schlußoption
Eine weitere Option gibt es auch noch: die Lebensversicherung wird beliehen. Das heißt, es wird ein Darlehen gewährt, das entweder während der restlichen Laufzeit mitgetilgt wird oder erst bei Laufzeitende.
Für kleinere benötigte Summen ist dies wohl die beste Alternative, denn wie gesagt, eine Kündigung ist endgültig, der Verkauf rettet den Todesfallschutz. Verkauf und Beleihen, das sind die zwei Angebote, die am sinnvollsten sind. Oder man entscheidet sich vorne herein für Sparangebot, sei es Fonds oder Tagesgeldkonten.

Es ist auf jeden Fall wichtig, wenn man daran denkt, Lebensversicherungen zu verkaufen, daß man diese Entscheidung richtig überdenkt und Angebote einholt und Vergleiche zieht.