Venture Capital

Venture Capital bezeichnet die Bereitstellung von Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Mitteln. Die Bereitstellung ist temporär begrenzt. Die Laufzeit beträgt in der Regel drei bis zehn Jahre und wird vertraglich fixiert. Auf die Stellung von Sicherheiten seitens des Kapitalnehmers wird im Gegenzug aber weitestgehend verzichtet. Nicht jeder kommt dabei in den Genuss von Venture Capital. Grundsätzlich kommen nur Unternehmen mit innovativen Unternehmensideen und exzellenten Wachstumsaussichten für eine Beteiligung am Kapital anderer Firmen in Frage. Nur etwa ein Prozent der Anträge junger Unternehmen auf Venture Capital wird auch tatsächlich gewährt. Somit kann eine Venture Capital Beteiligung durchaus auch als eine Auszeichnung für die Unternehmensidee und das Unternehmen an sich angesehen werden. Neben der finanziellen Komponente beinhaltet Venture Capital ein Betreuungs- und Beratungsangebot. Dessen Umfang ist einerseits vom tatsächlichen Angebot der Kapitalgeber und andererseits vom Entwicklungsstand und Anforderungsprofil des Kapitals nehmenden Unternehmens abhängig.

Kapitalnehmer sind meist junge, innovative Unternehmen aus dem Technologiebereich, die nicht börsennotiert sind. Diese kleinen und mittleren Unternehmen haben ein sehr hohes Wachstumspotential, aber gleichzeitig auch ein sehr hohes Ausfallrisiko.

Als Gegenleistung für die Investition wird der Kapitalgeber am Unternehmen beteiligt, in der Regel wird er zum Minderheitsgesellschafter mit einer Beteiligungsquote von 20 bis 35 Prozent. Der Kapitalgeber beteiligt sich aktiv am Unternehmen und fordert meist Kontroll- und Mitspracherechte für sich ein. Der Kapitalnehmer ist nicht vertraglich zur Rückzahlung oder Verzinsung des Betrages verpflichtet, auch kann er nicht für das investierte Kapital haftbar gemacht werden. Das Risiko der Investition liegt daher allein beim Kapital gebenden Unternehmen.